Cluster

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Der Begriff Cluster wird in unterschiedlichem Kontext in Betriebssystemen, der Rechner-, der Speichertechnik und in der Mobilkommunikation verwendet.

  1. In der Rechnerwelt versteht man unter einem Cluster eine Gruppe miteinander vernetzter eigenständiger Computer, die sich wie ein virtueller Prozessor verhalten. Ein Cluster besteht danach aus mindestens zwei Knoten, die über das Scalable Coherent Interface (SCI), über Gigabit-Ethernet oder Inifiniband miteinander verbunden sind. Für den Anwender stellt sich ein solcher Cluster wie ein einzelner Computer dar.

    Je nach Anwendung unterscheidet man zwischen High Availability Cluster (HAC), High Performance Cluster (HPC), Parallel-Cluster, Throughput-Cluster und Failover-Cluster. Es kann sich aber auch um mehrere Computer handeln - das können Standard-PCs, Workstations, Server oder auch Supercomputer sein -, die zur Verbesserung der Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Servicefreundlichkeit, der Leistung, Skalierung oder des Durchsatzes mittels Load-Balancing miteinander verbunden sind. Solche Cluster nutzen gemeinsame Ressourcen und benutzen eine spezielle Software mit der die Aktivitäten der einzelnen Komponenten koordiniert werden.

  2. Der Begriff Cluster wurde auch in Terminalnetzen benutzt. In diesen Netzkonzepten bildet der Cluster-Controller eine Recheneinheit, die eine Gruppe von Terminals oder Workstation steuert.
  3. In der Mobilkommunikation versteht man unter einem Cluster eine zusammenhängende Gruppe von Funkzellen, die das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum einmal komplett ausnutzt.
  4. Bei Festplatten und Disketten handelt es sich bei einem Cluster um die Zusammenfassung von einer oder mehrerer aufeinanderfolgende Sektoren einer Diskette zu einer logischen Einheit, die vom Betriebssystem gemeinsam verwaltet wird. Ein Cluster befindet sich auf einer Spur und kann wie bei einer Dateizuordnungstabelle, einer File Allocation Table (FAT), wie FAT32 aus 8 Sektoren bestehen, was 4 KB entspricht .

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