Burst

burst

  1. Allgemein versteht man unter einem Burst eine unregelmäßig auftretende Anhäufung von Daten (Datenbüschel) oder einen nicht gleichmäßig über die Zeit verteilten Schwingungsstoß. Unter Burst-Verkehr versteht man eine Datenübertragung mit schubweise auftretenden Datenbüscheln.
  2. In der Speichertechnik handelt es sich um eine schnelle Technik für den Datentransfer, bei der automatisch ein Datenblock als eine Reihe aufeinander folgender Adressen generiert wird, und zwar immer dann, wenn der Prozessor eine einzelne Adresse anfordert. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass die folgende Adresse, die der Prozessor anfordert, der vorhergehenden folgt. Diese Betriebsart kann sowohl für den Schreibvorgang als auch für den Lesevorgang benutzt werden.
  3. Im Farbfernsehen bildet der Burst das Farbreferenzsignal für die Frequenz und die Phasenlage des Farbträgers. Es handelt sich dabei um einen Schwingungsstoß von 11 Schwingungen der Farbträgerfrequenz, der auf der hinteren Schwarzschulter in der horizontalen Austastlücke übertragen wird.
  4. In der Mobilfunkübertragung spricht man von einem Burst in Zusammenhang mit einem Datenpaket, das vom Endgerät zur Basisstation übertragen wird. Man unterscheidet dabei mehrere verschiedene Burst-Arten.

    4a. Der Normal Burst. Er besteht aus 148 Bit, nämlich 3 Tailbits (TB), 58 Informationsbits, 26 Bit Training Sequence, weiteren 58 Informationsbits und 3 Tailbits. Der Normal-Burst-Betrieb wird zur normalen Kommunikation zwischen Endgerät und Funkbasisstation benutzt.

    4b. Der Access Burst. Er besteht aus 87 Bit, und zwar 7 Tailbits, 41 Bit Training Sequence, 36 Informationsbits und weiteren 3 Tailbits. Er wird nur im Uplink im Random Access Channel (RACH) benutzt.

    4c. Der S-Burst. Der Synchronisations-Burst unterscheidet sich gegenüber dem Normal Burst durch eine 64 Bit lange Training Sequence. Entsprechend kürzer ist die Anzahl an Informationsbits. Der S-Burst wird nur im Downlink im Synchronisationskanal (SCH) gesendet.

    4d. Der F-Burst. Der Frequency Correction Burst besteht nur aus 0 Bits. Der S-Burst wird vom Endgerät erkannt und demoduliert. Er wird nur im Downlink im Frequenzkorrekturkanal (FCCH) gesendet.

    4e. Der Fill-In-Burst. Er dient der Füllung von Timeslots, die aufgefüllt werden müssen, um beispielsweise die Sendeleistung zu gewährleisten.



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