Bordnetz
on-board supply system
Bordnetze in Kraftfahrzeugen oder anderen Verkehrsmitteln bilden die Vernetzungs- und Kommunikationsinfrastruktur für alle elektrischen und elektronischen Komponenten eines Fahrzeugs. Ein solches Bordnetz verbindet den Bordcomputer über einen Feldbus mit den Steuergeräten, Sensoren und Aktoren. Die Versorgung erfolgt über die Autobatterie. Diese hat in Pkws eine Batteriespannung von 12 V, die für 42-V-Bordnetze aber auf 36 V angehoben werden kann. Der Vorteil der 42-V-Bordnetze liegt in der Verringerung der Leitungsdicke für die Aktoren wie Lampen und Motoren und in der geringeren Verlustleistung.
Bordnetze werden in Bustopologie realisiert, die von TCUs kontrolliert werden. Über diese Feldbusse kommunizieren die Steuergeräte untereinander und mit den angeschlossenen Sensoren/Aktoren. Die verschiedenen Feldbussysteme wie CAN-Bus, LIN-Bus oder FlexRay kommunizieren untereinander über Gateways. Die Feldbus-Cluster bestehen wiederum aus mehreren elektronischen Steuergeräten (ECU), die an einen oder mehrere Feldbusse angeschlossen sind.
Um den verschiedenen Anforderungen an sicherheitsrelevante Funktionen, an das Infotainment oder dem Echtzeitverhalten gerecht zu werden, werden häufig mehrere Feldbussysteme eingesetzt. So beispielsweise Sensor-Aktor-Netzwerke, Echtzeitnetzwerke oder solche für multimediale Anwendungen.
Wie bei anderen Netzwerken auch, kann man Bordnetze in die physikalische Struktur mit den entsprechenden Übertragungsmedien, in die Kommunikationsstruktur mit ihren Kommunikationsprotokollen und die Anwendung untergliedern.
In einem Bordnetz entsprechen die Steuergeräte funktional den Knoten eines klassischen Netzwerks, der bestimmte Funktionalitäten erfüllt, die von Slaves abberufen werden können.


