Btx (Bildschirmtext)

videotex

Der Dateldienst Bildschirmtext (Btx) wurde zu Beginn der 90er-Jahre nach Erweiterung der Leistungsmerkmale in Datex-J umbenannt und 1995 mit der Öffnung hin zum Internet in T-Online (Telekom).

Die Aufgaben des klassischen Bildschirmtextes sind in einem Staatsvertrag festgelegt. Darin ist festgelegt, dass in Btx jeder als Teilnehmer und als Anbieter zur inhaltlichen Nutzung des Informations- und Kommunikationssystems berechtigt ist. Voraussetzung ist, dass die Informationen und andere Dienste für alle Teilnehmer oder Teilnehmergruppen sowie Einzelmitteilungen elektronisch zum Abruf gespeichert werden und unter Benutzung des öffentlichen Fernmeldenetzes und von Bildschirmtext-Vermittlungsstellen oder vergleichbaren technischen Vermittlungseinrichtungen individuell abgerufen und typischerweise auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Hierzu gehört nicht die Bewegtbildübertragung (Art.1 Btx-StV).

Angebot 
     und Zugangsmöglichkeiten für Btx
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Bildschirmtext ist ein Informationssystem der Deutschen Telekom, das verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bietet. Zur Übermittlung von Informationen werden das Fernsprechnetz und das Datex-P-Netz benutzt. Der internationale Normungsausschuss der internationalen Fernmeldeunion (ITU) hat Ende 1978 den Oberbegriff Videotex empfohlen. Er wird unterteilt in Bildschirmtext der Deutschen Telekom, den sogenannten Interactive Videotex, und den Videotext der Rundfunk- und Fernsehanstalten, den Broadcast Videotex.

Kommunikation im Bildschirmtext.

Bildschirmtext ermöglicht die Dialogführung mit einem Computer bzw. einer Btx-Zentrale. Über die Fernsprechleitung ist der Teilnehmer mit der Btx-Zentrale direkt verbunden und kann sich Bildschirminhalte seitenweise mit Hilfe der Eingabetastatur, unterstützt durch eine Suchbaumstruktur oder ein Schlagwortverzeichnis, auswählen.

Die Informationsmenge, die auf einem Bildschirm darstellbar ist, besteht aus 24 Zeilen zu je 40 Zeichen oder aus 20 Zeilen zu je 40 Zeichen (CEPT-Standard). Der gesamte darstellbare Zeichensatz besteht aus 335 Schrift- und Sonderzeichen, 151 Grafikzeichen und 94 frei definierbaren Zeichen. Auf dem Bildschirm können gleichzeitig 32 Farben aus einer Farbpalette von 4096 Farbschattierungen dargestellt werden.

Der Zugriff auf die Dienste erfolgt über Modems. Die Kommunikation der Endgeräte findet mit den Bildschirmtext-Zentralen statt. Das Angebot reicht von der Abfrage von Datenbanken bis hin zu Banktransaktionen und Katalogbestellungen. Im Btx-Netz ist der Anschluss von externen Rechnern über das Datex-P-Netz vorgesehen. Damit erhält der Btx-Teilnehmer auch Zugang zu privaten Datenverarbeitungsanlagen, zu anderen, öffentlich nutzbaren Netzen, wie dem Internet, und zu anderen Online-Diensten.

Die Protokolle für den Btx-Rechnerverbund basieren auf dem OSI-Referenzmodell. Die Schichten 1 bis 3 sind in der ITU-Empfehlung X.25 festgelegt. Für die weiteren Schichten 4 bis 7 ist eine internationale Einigung noch nicht erreicht. Deshalb gelten zunächst nationale Absprachen im Rahmen von EHKP (einheitliche höhere Kommunikations-Protokolle).

Der Btx-Dienst wurde im 1997 eingestellt.

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