Bell labs layered space time
BLAST (BLAST-Verfahren)
BLAST (Bell Labs Layered Space Time) ist ein von den Bell Laboratories entwickeltes Übertragungsverfahren für Mobilfunknetze und WLANs, das die vorhandenen Übertragungsbandbreiten wesentlich effizienter ausnutzt als andere Verfahren. Mit BLAST sollen Übertragungswerte von bis zu 40 bit/Hz erzielt werden, gegenüber den derzeit möglichen Werten zwischen 1 bit/s bis hin zu 12 bit/s.
Das Verfahren basiert auf einem ungewollten, bei der HF-Übertragung aber auch unvermeidlichen Problem der Wellenausbreitung. Die Laufzeit einzelner Trägerwellen ist dabei unterschiedlich, weil die Wellen verschiedene Wege nehmen und an Objekten reflektiert werden. Beim Empfänger trifft also die gleiche Welle in extrem kurzen Zeitabständen mehrmals hintereinander mit unterschiedlicher Feldstärke ein. Diesen Effekt macht sich BLAST zunutze indem es sende- und empfangsseitig mit Antennen-Arrays arbeitet. Die Trägerfrequenz wird mit verschiedenen Signalen codiert und dann über das Mehrantennensystem abgestrahlt. Aus den empfangsseitig eintreffenden reflektierten Signalen, die für jedes Sendesignal unterschiedlich stark ausgeprägt sind, ermittelt der Empfänger für jeden Sender charakteristische Merkmale. Mit der Charakterisierung der einzelnen Sender ist es dem Empfänger möglich die verschiedenen Signale voneinander zu selektieren.
Theoretisch soll der Durchsatz proportional zu der Anzahl der Antennen ansteigen; also sich bei zwei Antennen etwa verdoppeln, bei vier etwa vervierfachen.
Mit dieser Entwicklung konnten bei UMTS in einem 5-MHz-Kanal 19,2 Mbit/s übertragen werden. Im Vergleich dazu sei erwähnt, dass derzeitige Übertragungsverfahren wie WCDMA für 22 Mbit/s eine Bandbreite von 20 MHz benötigen.
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