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Android ist ein Open-Source-Betriebssystem der Open Handset Alliance für mobile Endgeräte und Smartphones. Am 5. November 2007 schloss sich Google Inc. mit über 30 Mitgliedern des Verbandes zur Entwicklung des Smartphone-Betriebssystems zusammen. Am 22. Oktober 2008 erschien das erste Mobiltelefon mit Android, das HTC G1, welches in Deutschland von T-Mobile angeboten wurde.


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Die Software-Plattform Android besteht aus dem Betriebssystem, Middleware und den Applikationen von Drittherstellern, die über mehrere APIs eigene Anwendungen beisteuern können. So lassen sich auch fehlende Funktionen, darunter ursprünglich auch das Multitasking, von Entwicklern und Drittanbietern nachliefern. Die Funktionalität von Android lässt sich durch Apps, das sind extern entwickelte Zusatzprogramme und Applikationen, stark erweitern. Von Google, der treibenden Kraft hinter Android, stammen Applikationen wie Google Maps, das Online-Textprogramm Google Docs, ein Terminkalender, YouTube oder das Chat-Protokoll GoogleTalk.

Benutzeroberfäche von 
     Android-Market, Screenshot: www.andforge.net
Benutzeroberfäche von Android-Market, Screenshot: www.andforge.net lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Unabhängig von der Hardware unterstützt die aktuelle Programmierschnittstelle eine Kamera, einen Camcorder und eine Galerie-Funktion. Das Betriebssystem ermöglicht auch die Einrichtung eines VPN-Client (Virtual Private Network).

Anders als das iPhone von Apple lädt der Android Web-Browser auch bis zu acht Websites im Hintergrund. Durch diese Multitasking-Fähigkeit wird das Surfen im Web etwas schneller.

In der aktuellen Version 1.6 von Android steht eine Suchfunktion, die Quick Search Box, zur Verfügung, mit der sich Suchbegriffe über Browser-Bookmarks, Kontakte und das Web abfragen lassen. Dabei merkt sich das System die am häufigsten gesuchten Keywords und platziert sie bei einer späteren Suche ganz oben in der Ergebnisliste. Mit dem Such-Framework von Android lassen sich auch die Inhalte von Drittherstellern in der Quick Search Box darstellen. Der Anwender nimmt die entsprechende Applikation lediglich in seine Sucheinstellungen auf. Damit Applikationen auf unterschiedlichen Geräten und mit unterschiedlichen Auflösungen dargestellt werden können, unterstützt Android 1.6 mehrere Display-Größen.

Der Android Browser verfügt über das Feature Google Voice Search. Über das Mikrofon des Mobiltelefons spricht man seine Suchbegriffe ein, um die Suche zu starten. Mit dem GestureBuilder, einem Tool des Software Developer Kit, können die Entwickler von Applikationen auch Gesten des Anwenders in ihre Applikationen einbeziehen und sie mit bestimmten Aktionen verknüpfen. Mit Pico verfügt Android 1.6 über eine mehrsprachige Engine zur Sprachsynthese. Die Applikationen können damit einen Text-String in mehreren Akzenten verlesen, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Die Version 2.0 erlaubt die Nutzung mehrerer Accounts für E-Mails und Kontaktdaten. Der Chrome-Browser unterstützt u.a. lokale SQL-Datenbanken und stellt Videos im Fullscreen dar. Darüber hinaus werden weitere Bluetooth-Profile wie das Phone Book Access Profile (PBAP) oder das Object Push Profile (OPP) unterstützt.

Die Anwenderschnittstelle Android Market stellt den Zugriff auf die Applikationen und Spiele der Dritthersteller her; anders als beim Apple iPhone sind Downloads nur über ein mobiles Endgerät, nicht aber über einen Desktop-PC möglich. Im Android Market sind die Anwendungen für die Android-Plattform zusammengefasst. Der Anwender sieht die beliebtesten Applikationen, bestimmte Kategorien, Spiele oder eine Liste der Downloads, die bereits installiert wurden. Entwickler können ihre Anwendungen hochladen und gratis oder kostenpflichtig anbieten, während die Anwender diese Programme bewerten und kommentieren.