All-IP-Netz
AIPN (all IP network)
Nach dem Durchbruch der HTML-basierten Web- und Browser-Techniken hat sich das IP-Protokoll in den 90er Jahren zu dem dominierenden Netzwerkprotokoll entwickelt. Neben der IP-basierten Netzwerktechniken rücken zunehmend die IP-basierten Dienste in den Blickpunkt des Interesses, was sich an den neuen IP-Diensten, Webservices und Service-orientierten Architekturen zeigt.
Charakteristisch für All-IP-Netze (AIPN) ist, dass alle Dienste VoIP, IPTV, Online-Spiele, Datentransfer, multimediale Mails usw. von jedem Benutzer zu jeder Zeit an jedem beliebigen Ort abgerufen werden können.
Die Entwicklung hin zu All-IP erfolgt in mehreren Phasen. Die erste Entwicklungsphase ist gekennzeichnet von weltweit nutzbaren Services, dem Zusammenwachsen der IP-Dienste, der IP-Konvergenz, sowie dem Wachstum von mobilen und Mehrwertdiensten. In dieser Phase öffnete sich das Internet für die IP-Telefonie.
Die zweite Phase, die nach dem Jahrtausendwechsel begann, zeigt multimediale Services wie das Streaming und wird begleitet durch kostengünstige Breitbandzugänge. In dieser Phase wird die mobile Sprachkommunikation über schmalbandige Netze ihren Höhepunkt überschreiten und an ihre Stelle werden mobile breitbandige Dienste treten. Diese Entwicklung zeigt sich momentan mit Internet-Fernsehen, Video-on-Demand, Videokonferenzen und anderen Breitbanddiensten. Gleichzeitig werden WLANs und breitbandige Mobilfunknetze der 3.Generation in die All-IP-Netze einbezogen.
In der kommenden Phase wird die Netzwerk-Infrastruktur durch All Optical Networks (AON) ergänzt, in denen das Routing und Switching anwendungs- und inhaltsgesteuert erfolgt.
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