ATM adaption layer
AAL (ATM-Anpassungsschicht)
Die ATM-Anpassungsschicht (AAL) passt die Low-Level-Transportdienste für die erforderliche Dienstgüte der darüber liegenden Klassen von Anwendungsdiensten an. Darüber hinaus stellt die AAL-Schicht die dazugehörenden Steuer- und Management-Funktionen zur Verfügung.
Um die vielfältigen Funktionen dieser Schicht besser definieren zu können, ist die AAL in zwei Teilschichten strukturiert: Die Segmentation and Reassembly Sublayer (SAR) und die Convergence Sublayer (CS). Letztere ist wiederum untergliedert in die Service Specific CS (SSCS) und die Common Part Convergence Sublayer (CPCS).
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Struktur der ATM-Anpassungsschicht ![]() |
Die unterschiedlichen Anforderungen an die verschiedenen Übertragungsdienste werden durch vier AAL-Dienstklassen definiert, die sich durch die Zeitrelation zwischen Quelle und Ziel, konstanter und variabler Bitrate und die Verbindungsart voneinander unterscheiden. Die vier Klassen sind mit den Buchstaben "A", "B", "C" und "D" gekennzeichnet.
Ein Klasse-A-Dienst besitzt eine Zeitrelation, eine konstante Bitrate und ist verbindungsorientiert. Mit dieser Dienstklasse wäre eine Emulation eines virtuellen Schaltkreises mit konstanter Bitrate möglich, beispielsweise für die Übertragung von Audio- und Video-Informationen für Videokonferenzen.
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ATM-Diensteklassen ![]() |
Der Dienst der Klasse B hat eine variable Bitrate. Die Klassen A und B ermöglichen Isochron-Übertragungen. Die Klasse C ermöglicht keine Zeitrelation, hat aber eine variable Bitrate und ist verbindungsorientiert. Diese Klasse eignet sich zur Realisierung klassischer verbindungsorientierter anisochroner Datenübertragungen. Dagegen arbeitet die Klasse D verbindungslos und überträgt nur einzelne Datenpakete ohne Zusammenhalt über eine virtuelle Verbindung.
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Das in Schichten und Ebenen aufgebaute ATM-Schichtenmodell ![]() |
Für die vier unterschiedlichen Dienstklassen wurden fünf AAL-Typen definiert: Für Klasse A der AAL-Typ 1, für Klasse B der AAL-Typ 2, für Klasse C die AAL-Typen 3 und 5 und für Klasse D der AAL-Typ 4.
AAL-Typ 1 unterstützt Dienste mit konstanten Bitraten (CBR), wie Sprache und Video. Damit können allen alten Dienste dieser Art, also z.B. die gesamte bisherige plesiochrone Hierarchie, auf B-ISDN abbilden. Falls erforderlich, kann der AAL 1 auch Informationen zur Synchronisierung und zur Struktur der übertragenen Daten an den Empfänger weitergeben.
Der AAL-Typ 2 ist für variable Bitraten (VBR) definiert und überträgt taktsynchron. AAL 2 unterstützt Dienste, die keinen festen Zeitbezug zwischen Sender und Empfänger benötigen. Typische Anwendungen sind variable Bild- und Toncodierungen.
AAL-Typ 3 ist für die verbindungsorientierte Übertragung von VBR-Daten, wie sie beispielsweise beim Filetransfer auftreten, und AAL-Typ 4 für die verbindungslose Übertragung von VBR-Datenpaketen, wie sie in LAN-Anwendungen vorkommen. Die Typen 3 und 4 wurden zum Typ 3/4 zusammengelegt. Dieser Typ kann Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Mehrpunktverbindungen realisieren. Typische Anwendungen sind die Datenübertragung nach X.25, SMDS und Frame-Relay.
AAL-Typ 5 kennzeichnet eine vereinfachte Implementierung des Typs 3/4, bei dem die Möglichkeit des Multiplexens entfällt, und stellt mit dem SEAL-Format alle 48 Bytes einer ATM-Zelle für den Informationstransfer transparent zur Verfügung. AAL 5 ist im Wesentlichen für reine variable Bitratenübertragung vorgesehen.
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