8B/10B-Codierung

8B/10B (8 binary, 10 binary)

Bei der 8B/10B-Codierung werden 8-Bit-Wörter auf 10-Bit-Wörtern abgebildet. Mit der Konvertierung wird verhindert, dass sich lange Folgen von Nullen oder Einsen bilden, die die Taktrückgewinnung und Datenregenerierung erschweren.

Da bei einer Umsetzung einer 8-Bit-Folge 256 Bitkombinationen entstehen, bei einer 10-Bit-Folge hingegen 1024 Bitkombinationen, nutzt man für die Abbildung der 8-Bit-Worte nur die Bitkombinationen, die viele Pegelwechsel aufweisen. Und zwar werden nur die Bitkombinationen berücksichtigt, die maximal fünf aufeinander folgende Nullen und fünf aufeinander folgende Einsen enthalten. Dadurch kann aus dem codierten Signal, das hinreichend viele Pegelwechsel aufweist, das für die Synchronisation benötigte Taktsignal abgeleitet werden.

Da bei der Abbildung von 8-Bit-Folgen in 10-Bit-Folgen nur 256 Bitkombinationen für die 8-Bit-Folgen benötigt werden, verbleiben weitere 768 Bitkombinationen. Diese werden für Sonderzeichen und im Fibre Channel für die Verwaltung des Links benutzt.

Die 8B/10B-Codierung findet ihre Anwendung z.B. in Fibre-Channel, Gigabit-Ethernet, 10-Gigabit-Ethernet, 100-Gigabit-Ethernet, bei Enterprise System Connection (ESCON), in der StarFabric sowie bei den ATM-Übertragungsschnittstellen, und zwar bei der direkten Zellenübertragung.

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