2D-Code

2d code

Die Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen erfolgt gemeinhin mit dem eindimensionalen Strichcode. Da die Datendichte des Bar- oder Strichcodes relativ gering ist, wird in diversen Anwendungen mit zweidimensionalen Codes gearbeitet, deren Datenkapazität das hundertfache des Strichcodes betragen. Zu den bekannten und weniger bekannten 2D-Matrix-Codes gehören der Data-Matrix-Code, Semacode, QR-Code, BeeTag, VeriCode, VS-Code und der PDF417.

Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen
Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

2D-Codes haben eine wesentlich höhere Datenkapazität und sind hinreichend unempfindlich gegen fehlerbehaftetes Auslesen. Sie sind quadratisch aufgebaut und bestehen aus einem zweidimensionalen Bitmuster. Damit die 2D-Codes in beliebiger Lage gelesen werden können, haben sie Markierungen für die Positionsbestimmung. Darüber hinaus arbeiten sie mit unterschiedlich gestaffelten Fehlerkorrekturen, die auch dann noch die codierten Daten reproduzieren, wenn der größte Teil des 2D-Codes nicht mehr lesbar ist. Für die Fehlererkennung und -beseitigung benutzen sie die Error Detection And Correction (EDAC).

Kenndaten der verschiedenen 2D-Codes
Kenndaten der verschiedenen 2D-Codes lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Eingesetzt wird der 2D-Code beispielsweise bei elektronischen Briefmarken, auf Eintrittskarten, Bahntickets oder zur Kennzeichnung von Fertigungsteilen. Solche Teile können während ihrer gesamten Lebensdauer einschließlich der Produktion und des Supply Chain Managements kontrolliert werden. Diese so genannte Direct Part Mark Identification (DPMI) ist in den DPMI-Spezifikationen und 2D-Code-Richtlinien festgelegt.

Reader-Funktion für den QR-Code, Foto: Glass
Reader-Funktion für den QR-Code, Foto: Glass lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das Scannen des 2D-Codes erfolgt mit 2D-Code-Scannern oder Digitalkameras. Da es für Kamera-Handys bereits 2D-Code-Scanner-Software gibt, können auch Handys für das Scannen benutzt werden. Dank dieser Scanning-Technologie werden 2D-Codes zunehmend in der Produktwerbung in Anzeigen oder auf Plakaten eingesetzt, da mit der Handy-Scannung gleichzeitig eine Aktion ausgelöst werden kann. So kann der aufgenommene 2D-Code beispielsweise dazu genutzt werden um die Daten des Anbieters oder andere Adressdaten direkt in das Adressbuch einzulesen oder im Falle einer URL kann über diese direkt eine Verbindung zu der Website des Anbieters aufgebaut werden.

Es gibt diverse 2D-Code-Reader, -Generatoren und -Entwicklungstools, die für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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