Videotelefonie

Der Begriff der Bildtelefonie hat sich im Laufe der Jahre hin zur Videotelefonie gewandelt. In der Anfangszeit war die Bildtelefonie ein zusätzlicher Dienst der Sprachkommunikation für die visuelle Darstellung des Gesprächsteilnehmers. Durch den Blickkontakt der Gesprächsteilnehmer wird die Kommunikation authentischer und persönlicher. Neben der visuellen Darstellung der Teilnehmer können während der Bildtelefonie auch Dokumente, Entwürfe, Pläne oder Skizzen übertragen und besprochen werden.


Generell ist Bildtelefonie über die klassischen digitalen Sprachnetze wie ISDN möglich, weil die dafür erforderlichen Kompressionstechniken und Videocodecs im Laufe der Jahre wesentlich verbessert wurden. So kann Bildtelefonie bereits über den ISDN-Basisanschluss mit 64 kbit/s durchgeführt werden. Die Bildtelefonie ist im ITU-Standard H.261 beschrieben.

Videotelefonie übers Internet, Foto: 
   1&1

Videotelefonie übers Internet, Foto: 1&1

Mit steigenden Datenraten in den Kernnetzen und Zugangsnetzen hat sich der in den 70er Jahren geprägte Begriff der Bildtelefonie hin zur Videotelefonie gewandelt, was nicht zuletzt auf die Übertragung in IP-Netzen zurückzuführen war. Einfache IP-basierte Kommunikationssysteme für die Videotelefonie bestehen aus einer Webcam und einem Desktop-PC. Parallel dazu wurden Mobilfunknetze mit höheren Datenraten entwickelt und gleichzeitig erfolgte die Weiterentwicklung des Handys zum Smartphone.

Dieser Entwicklungen waren die Basis für die mobile Videotelefonie. Mit UMTS und den darauf aufsetzenden Techniken High Speed Downlink Packet Access (HSDPA), High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) und Long Term Evolution (LTE) sind die entsprechenden Techniken zwar vorhanden, allerdings ist die Akzeptanz der mobilen Videotelefonie relativ gering.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Videotelefonie
Englisch: video telephony
Veröffentlicht: 31.07.2011
Wörter: 243
Tags: #Telekommunikations-Videodienste
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