Terahertz

Technisch betrachtet handelt es sich bei Terahertz-Frequenzen (THz) um hochfrequente Mikrowellen, auch als Sub-Millimeterwellen bezeichnet, oder um langwelliges Licht. Ihr Frequenzbereich liegt zwischen 100 GHz und 10 THz und ihre Wellenlängen zwischen 3 mm und 30 µm.


Die Wellenlängen von 30 µm bis 3 mm werden auch dem Ferninfrarotlicht (FIR) zugerechnet, dessen Wellenlängenbereich zwischen 15 µm und 1 mm liegt. Es geht somit um den Wellenlängenbereich zwischen Mikrowellen und Infrarotlicht, um Wellen, die von der Sonne und von warmen Gegenständen abgestrahlt werden. Da dieser Wellenlängenbereich bisher nur eingeschränkt nutzbar war, wird er auch als Terahertz-Lücke bezeichnet.

Da Terahertz-Strahlung viele Materialien und biologische Gewebe durchdringt, ist diese Technik von besonderem Interesse für die zerstörungsfreie Materialforschung und kann für das Durchleuchten von Körpern benutzt werden. Der Vorteil der THz-Strahlung gegenüber der Röntgenstrahlung ist darin zu sehen, dass, bedingt durch die geringe Energie der Photonen, diese nichtionisierend wirken. Wie bei der Bestrahlung mit Mikrowelle absorbieren verschiedene Materialien Terahertz-Schwingungen und wandeln sie in Wärme um.

Frequenzen mit Präfixen

Frequenzen mit Präfixen

Anwendungstechnisch eignet sich die THz-Technik u.a. für Detektor-Systeme zur Überprüfung von Flugpassagieren, zur zerstörungsfreien Materialprüfung, für militärisch und privat einsetzbare Kontrollsysteme wie die Durchleuchtung von Passagieren, Paketen oder Briefen und auch für die Medizintechnik.

Mit der Entwicklung von Gigabit-WLANs im THz-Bereich beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Very High Throughput (VHT) von IEEE 802.11.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Terahertz
Englisch: tera hertz - THz
Veröffentlicht: 02.01.2015
Wörter: 231
Tags: #Frequenzen
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