Relationale Datenbank

Relationale Datenbanken sind auf ein Modell nach E. F. Codd, einem Mitarbeiter des IBM-Forschungsinstituts in San Jose, CA, zurückzuführen. Dieser hatte 1970 "A Relational Model for Large Shared Data Banks" beschrieben und darin die grundsätzlichen Prinzipien für das Datenbank-Management definiert. Danach besteht ein relationales Modell, das sich ausschließlich auf Tabellen stützt, aus drei Komponenten: Einer strukturellen Komponente, die die Relationen umfassen, einer manipulierbaren Komponente, die aus Operationen für die Erstellung ganzer Tabellen besteht, und einem Regelsatz zur Pflege der Integrität der Datenbank. Dabei ist eine Relation ein mathematischer Zusammenhang zwischen zwei in direktem Bezug stehenden Datensätzen.


Relationale Datenbanken bestehen aus beliebig vielen Einzeltabellen, die in beliebiger Art und Weise miteinander verknüpft werden können. Die Informationen werden in Spalten und Reihen gespeichert, wobei die Reihen die Datensätze enthalten und die Spalten die Attribute, wie beispielsweise Name, Ort, Straße usw. Damit es nicht zu Doppeldeutigkeiten kommt, dürfen die Spalten als auch die Reihen nur einmal vorkommen und alle in den Spalten gespeicherten Daten müssen immer dem gleichen Datentyp entsprechen.

Beispiel für eine relationale Tabelle

Beispiel für eine relationale Tabelle

Die Speicherung selbst kann als spaltenorientierte oder zeilenorientierte Datenbank erfolgen. Im ersten Fall spricht man von einer Column-oriented Database oder Columnar Database, im zweiten Fall von einer Row-oriented Database.

Da relationale Datenbanken einige Voraussetzungen in Bezug auf die Relation der Daten und deren Extraktion erfüllen, sind sie besonders leistungsfähig. Eine einzelne Datenbank kann daher auf unterschiedlichste Art betrachtet werden. Wichtig ist auch, dass eine relationale Datenbank über mehrere Tabellen ausgedehnt werden kann. Dadurch können die Attribute mehrerer Datenbanken miteinander kombiniert werden, so beispielsweise wenn eine Spalte identische Attribute enthält, beispielsweise den Namen oder die Ident-Nummer. Die relationale Datenbank kann über Ordnungskriterien Selektionen in den Spalten vornehmen.

Es gibt verschiedene Abfragesprachen für relationale Datenbanken. Structured Query Language (SQL) ist eine weitverbreitete und größtenteils standardisierte Abfragesprache.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Relationale Datenbank
Englisch: database, relational
Veröffentlicht: 16.09.2016
Wörter: 317
Tags: #Datenbanken
Links: Attribut, columnar database, Daten, Datenbank, Datenbank-Management