Priorisierung

Priorisierungen sind Mechanismen mit denen der Vorrang geregelt wird. Priosisierungsmechanismen sollen bei Überlast Datenverlust bei zeitkritischen Anwendungen verhindern, da dieser wie bei VoIP zu einer Einschränkung des Dienstes führt. Der Priosierungsmechanismus legt die Reihenfolge der Datenpakete fest und stattet sie mit entsprechenden Prioritätsmerkmalen aus. Da bei Überlast von Netzen immer Datenverluste auftreten, sorgt der Priorisierungsmechanismus dafür, dass diese auf nicht-echtzeitfähige Anwendungen verlagert werden. Diese Mechanismen werden allgemein als Class of Service (CoS) bezeichnet.


Die Priorisierung von Daten wird in verschiedenen Netzen und Protokollen geregelt, so mittels Prioritätsbits oder Prioritätsfeld.

IEEE und die Internet Engineering Task Force (IETF) haben Standards für die Priorisierung von Daten erarbeitet, die von IEEE in 802.1Q standardisierte Priorisierung erfolgt auf der Sicherungsschicht und basiert auf einer Erweiterung des Ethernet-Frames. Dabei werden durch die drei Prioritätsbits acht Prioritäten, von 0 bis 7, festgelegt und im Prioritätsfeld des Headers übertragen. Wie die Switches die Priorisierung umsetzen hängt von der Implementierung des Queuing ab.

Die Erweiterungen der Internet Engineering Task Force (IETF) setzen hingegen in der Vermittlungsschicht an und tangieren das Dienstleistungsfeld (ToS) und das Verfahren DiffServ. Beim ToS-Verfahren werden die drei IP-Precedence Bits im Dienstleistungsfeld des IP-Headers entsprechend der Priorität belegt, wobei ebenfalls acht Prioritätsstufen möglich sind. Differentiated Services (DiffServ) hingegen erweitert die Anzahl der möglichen Prioritätsstufen auf insgesamt 64.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Priorisierung
Englisch: priority
Veröffentlicht: 14.07.2005
Wörter: 227
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Bit (binary digit), Daten, Datenpaket, DiffServ (differentiated services), Erweiterung