Migration

In der Informations- und Netzwerktechnik versteht man unter Migration die Einbindung von älteren Technologien, von Diensten oder Daten in neuere oder in Upgrade-Technologien unter weitgehender Nutzung vorhandener Technologien, Strukturen und Ressourcen. Je nach technologischem Bereich kann es sich um eine Migration der Rechnertechnik, Netzwerke, Dienste, Protokolle oder der Daten handeln.


Die Migration der Rechnertechnik kann beispielhaft durch den Übergang von der mittleren Datentechnik auf die Großrechnertechnik dargestellt werden. Oder das Ersetzen oder Upgraden eines älteren Servers durch einen neueren.

Bei der Migration der Netzwerke geht es darum, dass Netzwerke mit höheren Datenraten und besseren Dienstmerkmalen ältere Netzwerke ersetzen. So kann beispielsweise ein SDH-Netz eine ältere PDH-Multiplexstruktur ablösen, ein GSM-Netz durch ein LTE-Netz ersetzt werden.

Bei der Migration von Diensten findet momentan der Übergang von der ISDN-Telefonie hin zur Internettelefonie statt, und bei der Migration von Protokollen der Übergang vom IPv4-Protokoll zum IPv6-Protokoll.

Und was die Datenmigration betrifft, so geht es hierbei um die Migration der Daten in eine Cloud, um die Konsolidierung von Websites oder die Migration von Datenbanken. In diesem Kontext ist auch die Speichermigration zu nennen, bei der die Daten von einem Speicher auf einen anderen übertragen werden: Beispielsweise von Disk auf Magnetband oder in die Cloud.

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Deutsch: Migration
Englisch: migration
Veröffentlicht: 26.07.2017
Wörter: 208
Tags: #Grundlagen der Informationstechnik
Links: Cloud, Daten, Datenbank, Datenrate, Dienst