Laufzeit

Bei der Laufzeit, Propagation Delay, handelt es sich um die Zeit, die ein Signal benötigt, um von einem Punkt eines Übertragungskanals zu einem anderen zu kommen. Je nach Übertragungsmedium entspricht die Laufzeit der Lichtgeschwindigkeit, wie bei der Satellitenübertragung, oder erfolgt mit einer etwas geringeren Geschwindigkeit in Datenkabeln und Lichtwellenleitern.


Die Laufzeit ist unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit und von der Dielektrizitätskonstanten bzw. der Permittivität des Übertragungsmediums bzw. bei Lichtwellenleitern von der Brechung. In Kupferkabeln sind es etwa 5 ns/m und in Lichtwellenleitern 3,3 ns/m.

Arten der Verzögerungen bei der Übertragung in Netzen

Arten der Verzögerungen bei der Übertragung in Netzen

Im Gegensatz zur Propagation Delay ist die Nominal Velocity of Propagation (NVP), die Nennausbreitungsgeschwindigkeit, die verzögerte Laufzeit in physikalischen Medien gegenüber der Lichtgeschwindigkeit.

Der Begriff Laufzeit wird synonym mit Latenz benutzt wird in Netzen auch anstelle der Verzögerungszeit verwendet. In diesem Kontext kennzeichnet die Laufzeit die Ende-zu-Ende-Verzögerung über ein Netzwerk und hat unmittelbaren Einfluss auf die Sprachqualität oder die von anderen Echtzeitübertragungen. Die ITU-T-Empfehlung G.114 spezifiziert die Laufzeiten bei der Sprachkommunikation.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Laufzeit
Englisch: propagation delay
Veröffentlicht: 24.11.2016
Wörter: 175
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Brechung, Datenkabel, G.114, Latenz, Lichtgeschwindigkeit