Fusions-Spleiß

Die mit der Fusions-Spleißtechnik hergestellte feste Verbindung von zwei Lichtwellenleitern, wird auch als Lichtbogen-Spleißtechnik oder als thermische Spleißtechnik bezeichnet. Generell wird bei diesem Verfahren zwei Faserenden mittels eines Lichtbogens miteinander verschweißt. Der Lichtbogen hat eine Temperatur von ca. 2.000 Grad Kelvin und bringt dadurch das Glas in einen weichen, formbaren Zustand. Für die Ausführung eines Fusions-Spleißes benötigt man ein Fusions-Spleißgerät.

Bevor ein Spleiß ausgeführt werden kann, muss die Beschichtung, die aus Primär- und Sekundärcoating besteht, von dem Lichtwellenleiter entfernt werden. Anschließend werden die Glasfaserenden planparallel geschnitten und für den Spleiß axial justiert. Dieses Justierverfahren umfasst drei Freiheitsgrade, findet unter einer Vergrößerungslinse statt und heißt Alignment-Technik. Das eigentliche Verschmelzen der beiden Fasern erfolgt durch einen Lichtbogen, der zwischen zwei Elektroden erzeugt wird. Zum Schutz des Spleißes wird ein mechanischer Spleißschutz über dem Schmelzspleiß angebracht, der diesen vor mechanischen Beschädigungen schützt.

Fusionsspleißgerät 
   von Siecor

Fusionsspleißgerät von Siecor

Der Fusions-Spleiß zeichnet sich durch niedrige Dämpfungswerte aus und hat eine hohe Langzeitstabilität. Die Richtwerte für die Einfügungsdämpfung sollten bei Mehrmoden-Gradienten-Indexfasern unter 0,1 dB liegen, bei Monomodefasern unter 0,05 dB.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fusions-Spleiß
Englisch: fusion splice
Veröffentlicht: 19.03.2010
Wörter: 187
Tags: #Lichtwellenleiteraufbau
Links: Beschichtung, dB (decibel), Einfügungsdämpfung, Elektrode, Justierverfahren
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