Datendurchsatz

Der Datendurchsatz ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit eines Übertragungssystems oder einer Komponente das die Ende-zu-Ende-Transportrate anzeigt.


Solange der Datendurchsatz innerhalb des spezifizierten Wertes liegt, erfüllt die Übertragungsstrecke die geforderte Performance. Sinkt der Wert allerdings unterhalb des geforderten Datendurchsatzes, dann steigt bei Paketübertragung die Paketverlustrate und die Übertragungsqualität sinkt. Dies wirkt sich besonders stark bei paketvermittelten Echtzeianwendungen wie Internettelefonie aus, bei denen sich die Dienstgüte reduziert.

Zur Bewertung des Datendurchsatzes werden die fehlerfrei übertragenen Nutzdaten innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gemessen und in Relation zu den gesamten übertragenen Daten gesetzt. Der Datendurchsatz errechnet sich somit aus dem Quotienten der fehlerfrei übertragenen Datenbits zu der Summe aller übertragenen Bits, bezogen auf eine festgelegte Zeitdauer. Ausgedrückt wird er z.B. in bit/s, Zeichen/s oder Datenpaket/s.

Der effektive Durchsatz, d.h. der Nettodatendurchsatz, ergibt sich aus dem Gesamtdurchsatz abzüglich des Overheads, der den Datendurchsatz durch Fehlerkorrekturmechanismen, Adressen u.a. reduziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Datendurchsatz
Englisch: data throughput
Veröffentlicht: 20.05.2010
Wörter: 161
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Adresse, Bit (binary digit), bit/s (Bit pro Sekunde), Daten, Datenpaket