DVB-T2 (DVB terrestrial 2)

Mit DVB-T2, der nächsten Generation des digitalen terrestrischen Fernsehens, soll hochauflösendes Fernsehen (HDTV) über terrestrischen Funk übertragen werden. Da man auf den gleichen terrestrischen Frequenzen sendet wie bei DVB-T, kann eine höhere Datenrate nur durch bessere Kompressionsverfahren und Übertragungstechniken erreicht werden.


Um die gesetzten Ziele einer um ca. 30 % effizienteren Bandbreitennutzung zu erreichen, werden bei DVB-T2 die Bildinhalte nach MPEG-4 komprimiert und außerdem wird als Modulationsverfahren die Quadraturamplitudenmodulation (QAM 256) benutzt mit denen die zur Verfügung stehenden Frequenzbänder effizienter ausgenutzt werden. Das hat allerdings zur Folge, dass die Sendeleistung für die Funkstrecke sinkt und damit auch die Sendereichweite. Mit dichteren Sendenetzen oder höheren Sendeleistungen könnten man diese Einschränkungen beheben, was allerdings an den Regulierungsbestimmungen scheitert.

Da die eingesetzten Übertragungsverfahren technisch sehr komplex sind und zudem die Empfangsfeldstärke bei unveränderter Sendeleistung wesentlich geringer ist, müssten empfangstechnisch statt der Stabantenne, die bei DVB-T eingesetzt werden kann, Dipol- oder Yagi-Antennen benutzt werden.

DVB-T2 verfügt über einen Fehlerschutz, den Low Density Parity Check (LDPC), der auch bei stark beeinträchtigten Übertragungskanälen gute Ergebnisse liefert.

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Englisch: DVB terrestrial 2 - DVB-T2
Veröffentlicht: 31.03.2013
Wörter: 183
Tags: #Fernsehen
Links: Datenrate, Digital, DVB-T (DVB terrestrial), EIRP (equivalent isotropically radiated power), Empfangsfeldstärke