Crest-Faktor

Der Crest-Faktor ist ein elektrischer Kennwert von Signalen, über den der Zusammenhang zwischen Spitzenwert und Effektivwert einer Schwingung hergestellt wird. Er wird in der HF-Technik, der Leistungselektronik und der Messtechnik benutzt und dient zur Bestimmung der zulässigen Spitzenspannung.

Der Crest-Faktor, der auch als Scheitelfaktor bezeichnet wird, wird als das Verhältnis von der Spitzenamplitude (Vss) eines Signals zu dessen Effektivwert (Veff) angegeben. Er ist somit abhängig von der Signalform und kann Werte zwischen 1 und einigen tausend annehmen. Letztere werden bei gepulsten Signalen in Radaranlagen erreicht.

Bei einem Sinussignal errechnet sich der Effektivwert aus dem Verhältnis der Spitzenamplitude zur Wurzel aus zwei, das entspricht dem 0,707-fachen der Spitzenamplitude. Der Crest-Faktor beträgt 1/0,707, also 1,414; d.h. eine sinusförmige Effektivspannung von 10 V hat eine Spitzenspannung von 14,14 V. Ein Dreiecksignal hat einen Crest-Faktor von 1,73.

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Deutsch: Crest-Faktor
Englisch: Crest factor
Veröffentlicht: 09.03.2010
Wörter: 135
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Dreiecksignal, Effektivwert, Hochfrequenztechnik, Leistungselektronik, Messtechnik