Bildtelefon

Bildtelefone sind Endgeräte zur gleichzeitigen Übertragung von Sprache und Bewegtbild. Sie bestehen aus einem Bildschirm, Videokamera, Lautsprecher und Mikrofon sowie der Digitalisierungseinheit. Die Übertragungstechnik kann analog sein und über klassische Telefonnetzen mit Analog Display Services Interface (ADSI) erfolgen, aber ebenso digital. Werden für die Übertragung in ISDN zwei B-Kanäle in Kanalbündelung benutzt, kann dank der Kompressionstechniken von einer zufriedenstellenden Übertragung und Darstellung ausgegangen werden, bei den DSL-Verfahren ist dies ohnehin gewährleistet.

Bei ISDN-Bildtelefonen beträgt die Übertragungsrate über 100 kbit/s. Wird nur ein B-Kanal verwendet, ist dieser in zwei Kanäle für das Bewegtbildsignal und das Sprachsignal aufgeteilt, wobei für das Bewegtbildsignal 48 kbit/s zur Verfügung stehen. In der Regel arbeiten die ISDN-Bildtelefone mit einer Bildwiederholfrequenz von 10 Hz, also 10 Bildern pro Sekunde.

Bildtelefon

Bildtelefon

Der Aufbau von Bildtelefonen ist in der ITU-T-Empfehlung H.320 festgelegt, ISDN-Bildtelefone werden mit Codecs nach den Empfehlungen H.262 ausgestattet.

In der Mobilkommunikation nehmen dank der zunehmenden Übertragungsraten von High Speed Circuit Switched Data (HSCSD), General Packet Radio Service (GPRS), Enhanced Data Service for GSM Evolution (EDGE) und UMTS Handys mit entsprechendem Display die Funktion des Bildtelefons ein.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bildtelefon
Englisch: videophone
Veröffentlicht: 27.03.2013
Wörter: 189
Tags: #Telekommunikations-Endgeräte #Telekommunikations-Videodienste
Links: Analog, Bildschirm, Bildwiederholfrequenz, B-Kanal, CODEC (coder-decoder)
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