Assoziativspeicher

Ein Assoziativspeicher ist ein inhaltsbezogener Speicher, bei dem die gespeicherten Daten durch den Inhalt und dessen Semantik und nicht durch die Speicheradresse abgelegt und aufgerufen werden. Die gespeicherten Daten werden an ihren Inhaltsspezifikationen erkannt. Beim Assoziativspeicher, dem Content Addressable Memory (CAM), werden die Daten nicht über einer explizite Speicheradresse aufgerufen, sondern über einen Teil des abgespeicherten Inhalts.

Der Zugriff erfolgt über ein Suchregister, über das gleichzeitig alle Speicherzellen aufgerufen werden, die die entsprechenden Suchinformationen enthalten. Die Auswahl der entsprechenden Speicherzellen erfolgt über ein zweites Register, dem Maskenregister. Dabei maskiert eine Relevanzmaske alle Bitstellen, die mit den Informationen im Vergleichsregister verglichen werden sollen. Informationsteile, die nicht verglichen werden sollen, werden entsprechend markiert. Nach dem Abgleich werden die Ergebnisse im Resultatsregister eingetragen. Dabei werden die übereinstimmenden Suchinformationen im Resultatsspeicher mit einer "1" gekennzeichnet.

Die Arbeitsweise des Assoziativspeichers ist vergleichbar der des menschlichen Gehirns.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Assoziativspeicher
Englisch: content addressable memory - CAM
Veröffentlicht: 28.12.2011
Wörter: 146
Tags: #Speichertechnik
Links: content, Daten, Information, Register, Semantik