Aktivmatrix

In der Flachschirmtechnik unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Matrixtechniken. Beide Technologien arbeiten mit Hintergrundbeleuchtung und lassen das Licht bei angelegten elektrischem Feld passieren. Aktivmatrizen-Zellen haben für jedes Pixel einen Dünnschichttransistor (TFT), der das Pixel im aktiven, also lichtdurchlässigen Zustand hält, bis ein neues Signal anliegt. Bei solchen Techniken handelt es sich um emittierende Techniken, die auch im Dunkeln leuchten.


Von einer Aktivmatrix (AM) spricht man, wenn die emittierenden Bildpunkte matrixmäßig in Spalten und Reihen angeordnet sind und über Transistoren einzeln adressiert werden können. Die Transistoren einer solchen aktiven Matrix arbeiten dabei als Schalter und werden über die spalten- und reihenweise angeordneten Source- und Gate-Leitungen angesteuert. Ist ein Transistor in den ON-Zustand versetzt, kann er nur durch einen neuen Schaltzustand in den OFF-Zustand geschaltet werden. Alternativ werden für diese Zwecke auch MIM-Dioden in Dünnschichttechnik eingesetzt.

Aufbau einer Aktivmatrix (AM)

Aufbau einer Aktivmatrix (AM)

Aktiv- und Passivmatrix-Techniken gibt es bei LCD-Displays, TFD-Displays bzw. TFT-Displays als Active Matrix LCD (AMLCD), aber auch bei E-Paper und bei OLEDs als Active Matrix OLED (AMOLED) und Passive Matrix OLED (PMOLED).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Aktivmatrix
Englisch: activ matrix - AM
Veröffentlicht: 03.12.2016
Wörter: 181
Tags: #Displays
Links: active, AMOLED (active matrix OLED), Dünnschichttechnik, EPD (electronic paper display), Hintergrundbeleuchtung