2D-Code

Die Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen erfolgt gemeinhin mit dem eindimensionalen Strichcode. Da die Datendichte von Strichcodes relativ gering ist, wird in diversen Anwendungen mit zweidimensionalen Codes gearbeitet, deren Datenkapazität das Hundertfache des Strichcodes betragen. Bei den 2D-Codes unterscheidet man zwischen den Composite-Codes, Stapelcodes und Matrix-Codes.


Composite-Codes sind zusammengesetzte Codes, die aus einem Strichcode und einem 2D-Matrix-Code bestehen. Ein Composite-Code besteht aus zwei verschiedenen, untereinander angeordneten Codes und wird daher auch als Doppelcode bezeichnet. Der Doppelcode hat den Nachteil, dass der Barcodeleser beide Codesymbole, den Strichcode und den 2D-Matrix-Code unterstützen muss. Weitere Mehrfachcodes sind Stacked-Code, bekannt als Codablock, die aus mehreren zeilenweise untereinander angeordneten Strichcodes bestehen.

Beispiel für einen Composite-Code bestehend aus Strichcode und 2D-Matrix-Code

Beispiel für einen Composite-Code bestehend aus Strichcode und 2D-Matrix-Code

Ein Beispiel für einen Stacked-Code ist PDF417. Zu den bekannten und weniger bekannten 2D-Matrix-Codes gehören der Data-Matrix-Code, Semacode, QR-Code, BeeTag, VeriCode, Aztec-Code, MaxiCode und der VS-Code. Insgesamt dürften über 50 verschiedene 2D-Codes existieren.

Datenkapazität und Fehlerkompensation von 2D-Codes

Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen

Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen

2D-Codes haben eine wesentlich höhere Datenkapazität und sind hinreichend unempfindlich gegen fehlerbehaftetes Auslesen. Sie sind quadratisch aufgebaut und bestehen aus einem zweidimensionalen Bitmuster. Damit die 2D-Codes in beliebiger Lage gelesen werden können, haben sie Markierungen für die Positionsbestimmung. Darüber hinaus arbeiten sie mit unterschiedlich gestaffelten Fehlerkorrekturen, die auch dann noch die codierten Daten reproduzieren, wenn der größte Teil des 2D-Codes nicht mehr lesbar ist. Für die Fehlererkennung und -beseitigung benutzen sie die Error Detection And Correction (EDAC).

Kenndaten der verschiedenen 2D-Codes

Kenndaten der verschiedenen 2D-Codes

Eingesetzt wird der 2D-Code beispielsweise bei elektronischen Briefmarken, auf Eintrittskarten, Bahntickets oder zur Kennzeichnung von Fertigungsteilen. Solche Teile können während ihrer gesamten Lebensdauer einschließlich der Produktion und des Supply Chain Managements kontrolliert werden. Diese sogenannte Direct Part Mark Identification (DPMI) ist in den DPMI-Spezifikationen und 2D-Code-Richtlinien festgelegt.

Auslesen von 2D-Codes

Reader-Funktion für den QR-Code, Foto: 
   Glass

Reader-Funktion für den QR-Code, Foto: Glass

Das Scannen der 2D-Codes erfolgt mit 2D-Code-Scannern oder mit den Digitalkameras von Smartphones, die mit eingebauten 2D-Code-Readern arbeiten. Dadurch werden 2D-Codes zunehmend in der Produktwerbung in Anzeigen oder auf Plakaten eingesetzt. Man spricht in diesem Zusammenhang von Mobile-Tagging. Bei diesen Anwendungen wird mit der Handy-Scannung gleichzeitig eine Aktion ausgelöst. So kann der aufgenommene 2D-Code beispielsweise dazu genutzt werden um die Daten des Anbieters oder andere Adressdaten direkt in das Adressbuch einzulesen oder im Falle einer Internetadresse (URL) kann über diese direkt eine Verbindung zu der Website des Anbieters aufgebaut werden. 2D-Codes gehören wie auch andere Kennzeichnungen zum Automatic Identification and Data Capture (AIDC).

Es gibt diverse 2D-Code-Reader, -Generatoren und -Entwicklungstools, die für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 2D-Code
Englisch: 2d code
Veröffentlicht: 19.03.2013
Wörter: 439
Tags: #Warenwirtschaft
Links: 2D-Code-Reader, Adressbuch, AIDC (automatic identification and data capture), Aztec-Code, Codablock